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    <title>Unzustand</title>
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    <pubDate>Mon, 14 Dec 2009 14:38:38 GMT</pubDate>

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    <title>Immer mitten in die Fresse rein</title>
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            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;br /&gt;Wahaha! Silvio! Ich hoffe das tat weh!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;!-- s9ymdb:73 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;166&quot; height=&quot;166&quot; style=&quot;border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; padding-left: 5px; padding-right: 5px; &quot; src=&quot;http://www.unzustand.net/uploads/silvio2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Derjenige welcher dir das Teil in die Fresse gerammt hat, haben deine Medien ja schonmal als seelisch gestörten Terroristen hingestellt. Ich mag das. Der Terrorismus-Vorwurf ist lachhaft und jeder weiss es. Seelisch gestört? Das erwärmt mein Herz. Wer ob der Scheisse hier keine ernsthaften Störungen hat ist ein kranker Psychopath.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Merk dir: Das ist nicht der einzige Gestörte. Merk dir: Wo das herkam, da hat&#039;s noch mehr. Ich hoffe das wird dir gerade schmerzlich bewusst. Was Leute wie du nämlich zu wenig haben, das ist Angst. Angst vor seelisch Gestörten, wie dem Mann mit der beeindruckenden Rechten. Angst dass wiedermal einer austickt, wenn er deine beschissene Fresse sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Denn eines der grossen Probleme dieser Zeit ist die fehlende Angst deiner Klasse. Weil sie sich in Sicherheit wiegen, wagen Kapitalistenschweine es überhaupt, uns das Leben schwer zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wer Arbeiter entlässt, Ausländer ausschafft oder Leute in die Obdachlosigkeit treibt - jemand wie du - sollte ab jedem Geräusch der Nacht zusammenfahren. Du solltest öfter hinter dich sehen. Leute wie du sind sich zu sicher, dass ihnen niemand ein Messer in den Rücken rammt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Du bist ein Feind &lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Klasse, welche dich von A nach B bringt, dir das Essen macht und die Prostituierten besorgt, welche deinen hässlichen Körper in seiner ganzen Schrecklichkeit etragen müssen. Es stimmt etwas nicht, wenn du dich unter diesen Menschen sicher fühlen kannst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Shit, ich habe keine Ahnung wer der Typ ist, der dir gezeigt hat wo der Pfeffer wächst. Doch wenn ich könnte, würde ich ihm ein Denkmal in die Einfahrt deiner Villa stellen. Damit du ihn nie mehr vergisst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und in Zukunft. Pass du mal besser auf!&lt;br /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 14 Dec 2009 14:54:46 +0100</pubDate>
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    <title>Der Wald</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/110-Der-Wald.html</link>
            <category>Persönliches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;p&gt;Als ich jung war, streifte ich des öfteren Ziellos durch meinen Wald. Es war &amp;quot;mein&amp;quot; Wald, weil das Haus meiner Eltern direkt an den Wald grenzte. Es war &lt;strong&gt;mein&lt;/strong&gt; Wald, weil ihn niemand so gut kannte wie ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ein ausserordentlicher Wald. Gewachsen auf den Trümmern eines Bergsturzes, war er voller riesiger Steinsbrocken und überaus hügelig. Es gab viele versteckte Wege und Höhlen, die ich allesamt mindestens einmal betrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verbrachte grosse Teile meiner Kindheit in meinem Wald. Meinen ersten Liebeskummer erlitt ich darin, meine erste Zigarette rauchte ich auf der Krone eines grossen Ahornbaums. Ich wusste nicht viel von der Welt. Aber wenn es schon vor meiner Haustür sowas schönes gab, dann musste die Welt unglaublich sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich alterte, verlor ich das Interesse. Ich betrat den Wald nicht mehr. Und wenn, dann rauchte ich nur heimlich einen Joint und ging dann gleich wieder. Längst hatte ich keine Zeit, oder wollte sie mir nicht nehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich begann zu arbeiten und meine Freizeit zu verschwenden, denn für was anderes fehlte mir immer öfters die Kraft. Nächtelang sass ich bekifft am Computer, dichtete, hörte Musik und lenkte meine müden Augen auf Trivia in den grossen Weiten (und seichten Tiefen) des World Wide Webs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Jahren schlugen Arbeiter Schneisen in den Wald. Der Nachbar und Unternehmer gegenüber begann eine Forststrasse zu bauen um den Wald zu roden. Dazu kaufte er den Wald dem alten Besitzer ab, welcher sich bis dahin um den Wald kümmerte und selbst oft  darin unterwegs war. Der Alte war nicht mehr Recht bei Sinnen und so verkaufte er den Wald weit unter Wert an einen Menschen weit unter seinem Niveau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bäume wurden stetig weniger. Auf dem einst nur von Tannnadeln bedeckten Waldboden wucherte nun Dornengestrüpp. Der sich lichtende Wald pflegte niemand mehr. Mit den Jahren wurde er hässlich und unpassierbar. Müll sammelte sich in den versteckten Höhlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wald war kein Amazonas. Mein Nachbar kein Teufel. Die Geschichte ist keine Metapher. Ich bin kein Umweltschützer und es macht mich auch nicht traurig. Doch sehe ich den neuen geschmacksvoll eingerichteten Wintergarten gegenüber, dann weiss ich, dass ich im Falle einer Revolution der Erste bin, der dem verfickten Wichser sein beschissenes Haus niederbrennt! &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Hoffentlich lebt er solange.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 23 Jun 2009 14:36:00 +0200</pubDate>
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    <title>Neue Apartheid?</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/109-Neue-Apartheid.html</link>
            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Südafrika kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Ausschreitungen gegen Ausländer. Bilder von brennenden Simbabwern geistern durch die Medien. Sie sind es, die die Wut der Südafrikaner am meisten zu spüren bekommen. Aber auch Somali, Pakistani und überhaupt jeder dessen Aussehen nicht &amp;quot;typisch&amp;quot; Südafrikanisch ist, werden Opfer der Gewalt. Es geht soweit, dass Beobachter von einer neuen Apartheid sprechen. Dabei genügt ein flüchtiger Blick, um zu erkennen, dass davon keine Rede sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:69 --&gt;&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;188&quot; src=&quot;http://www.unzustand.net/uploads/01020118352100.serendipityThumb.jpg&quot; style=&quot;border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Südafrika wird immer als der Vorzeigestaat im Afrika porträtiert. Eine erfolgreiche &amp;quot;Regenbogennation&amp;quot;, die von EU und UNO zu der sog. ersten Welt gezählt wird. Nichtsdestotrotz ist Südafrika ein Land voller Menschen, die in prekären sozialen Verhältnissen, Arm und ohne Arbeit leben. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitslosigkeit betrug im Dezember 2006 27%. In den Townships dürften es über 40% sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausländerfeindlichkeit ist ein Problem, das Südafrika schon länger hat, die Zunahme der Gewalt im Mai 08 ist aber eine bisher nicht da gewesene. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keine 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid, so ist man versucht zu sagen, werden die Unterdrückten selber zu Unterdrückern. Dieser Vergleich ist aber so falsch wie ahistorisch. Die Apartheid war das System einer bourgeoisen Klasse - der weissen Minderheit - mit dem Zweck ihr Eigentum und Reichtum gegen die schwarze Mehrheit zu verteidigen. Die aktuellen Geschehnisse haben ein gänzlich anderes Wesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;It&#039;s the economy, stupid&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun ist der Hass gegen Ausländer laut verschiedenen Blogberichten nichts neues. Die öffentliche Meinung ist die gleiche wie sie hier in Europa nur zu bekannt ist: Ausländer seien schuld an Jobverlust, Kriminalität und Wohnungsnot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese Xenophobie durch jahrelange Arbeitslosigkeit und einem Leben in Townships vor Städten die so reich aussehen in Gewalt mündet, wenn gleichzeitig die Lebensmittelpreise explodieren, sollte nicht weiter verwundern. Die Ausschreitungen darf man dadurch keinesfalls entschuldigen, man kann sie aber besser verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die vorwiegend jungen Menschen, die auf die Strasse gehen, sind in der Geschichte schliesslich nicht die Ersten, die ihre schlimme Situation an Menschen auslassen, denen es nicht besser geht. Auch wenn verschiedene Gruppen in Südafrika auf den menschenverachtenden Kapitalismus verweisen, so ist doch noch ein langer Weg, bis sich diese Einsicht bei den Randalierenden verbreitet. Wer Hunger hat, dem ist schliesslich nicht nach komplizierten Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn also der Apartheid-Vergleich gezogen wird, oder von der Regierung mit mehr Polizei gedroht wird (die Ausländer auch nicht wie Menschen behandelt), dann macht das die Situation nur schlimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jahrelange Armut trifft auf Lebensmittelkrise.&lt;br /&gt;
Es braucht kein Genie um zu erkennen, dass das zu massivsten Problem führen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer nun glaubt, dass eine neue Krise des Kapitalismus zu seiner Aufhebung führen kann, dem sei hiermit ein erster Gegenbeweis unterbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Quellen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dank geht an dieser Stelle an die Leute von &lt;a href=&quot;http://www.blacklooks.org/&quot;&gt;BlackLooks&lt;/a&gt;, die wie immer gute Analysen und Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen in Afrika zur Verfügung stellen. Mein Post hier ist nur Zusammenfassung und Übersetzung mehrerer dort geposteter und gelinkert Blogbeiträge.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 20 May 2008 13:26:01 +0200</pubDate>
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    <title>Tod den Emos</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/108-Tod-den-Emos.html</link>
            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es gibt Tage da reibt man sich ob der Ereignisse in dieser Welt die Augen und fragt sich ob man in einem verrückten Roman eines betrunkenen Clowns gelandet ist, der seine Acid-Visionen auf Papier bringt. Heute ist so ein Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mexiko bilden sich dieser Tage spontan Mobs, die Emo-Kids suchen, finden und verprügeln. Die Emos ihrerseits demonstrieren für den Schutz ihrer &amp;quot;Minderheit&amp;quot;. Die Presse stellt sich auf die Seite der Emos, was den Mob erst recht in Rage bringt, weil Emo als Mainstream-Genre damit scheinbar vom Kommerz unterstützt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;What - ich mein - WHAT THE FUCK!?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier ein Video aus den mexikanischen Nachrichten. Keine Ahnung was gesagt wird, aber die Bilder sprechen Bände:&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/v/fJPeffMSzVA&quot; class=&quot;abp-objtab-06877054458674564 visible ontop&quot; title=&quot;Klicken Sie hier, um dieses Objekt mit Adblock Plus zu blockieren&quot; style=&quot;left: 0px ! important; top: 0px ! important;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;embed width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot; wmode=&quot;transparent&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/v/fJPeffMSzVA&quot; /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Dass Emos nicht sonderlich beliebt sind, war mir klar. Dass alle ein Problem mit dieser Szene haben kann ich mir noch dadurch erklären, dass Emos tendenziell metrosexuell aussehen, viel über ihre Gefühle reden und manchmal Musik hören die inhaltlich so süss ist, dass Mariah Carey im Kontrast wie Metalgrindcore klingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das aneckt macht Sinn, wenn man sich die Reihen der Emogegner ansieht:&lt;br /&gt;Skins, Metalheads, Punks &amp;amp; Rockabillys sind am lautesten in Ihrem Hass gegen die pubertierenden Emokids. Sie sind es auch, die in Mexiko rumrennen und den Emos auf die Nase geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum sie das tun und weshalb sich eine grösser werdende Anti-Emo-Welle gegen den angeblichen Mainstream des Emo so explosiv entwickelt ist zur Zeit noch schwierig zu sagen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Leute die den Startschuss in einer Fernsehsendung sehen, wo ein Moderator Emos zur Sau machte. (Der Moderator sprach sich heute gegen die Gewalt aus).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andere, krudere Stimmen behaupten, dass die Regierung das Emogenre als Mittel nutzt, eine Generation von Kids hervorzubringen, die unpolitisch und bürgerlich ein Leben ohne Widerrede führen. Der Mob selbst sieht sich angeblich als &amp;quot;reinigende&amp;quot; und politische Bewegung, die Mexiko als zerfallendes Gebilde begreift, dass es durch Aufstände zu retten gilt. &lt;/p&gt;Es kursieren sogar Verschwörungstheorien, die besagen, dass der Aufstand durch die Regierung selbst initiiert wurde, um Sympathien für die Emoszene zu erzeugen, um sie damit zu stärken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle kann der einleitende Abschnitt nur revidiert werden. Kein Clown auf keiner existierenden Droge könnte sowas erdichten. Wer einen Beweis dafür sucht, dass das Leben die spannensten und obskursten Geschichten schreibt, dem kann gratuliert werden. Beweis gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich erwarte ich immer noch, dass jeden Moment jemand hinsteht und diese Geschichte als virale Werbekampagne, genialier Hoax oder falsche Übersetzung einer Agenturmeldung entlarft. Bis dahin sitze ich auf mein Pult, kacke auf die Maus und warte darauf, dass der verrückte Nero mit seiner Geige das allerletzte Lied spielt.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer ihn noch nicht kennt: Hier ein älterer Beitrag von mir über eine Emoparty auf der ich mal war:&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://unzustand.net/archives/7-Hippie-Core.html&quot;&gt;http://unzustand.net/archives/7-Hippie-Core.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 26 Mar 2008 18:10:17 +0100</pubDate>
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    <title>&quot;KZ&quot; in Oberwil</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/107-KZ-in-Oberwil.html</link>
            <category>Fundgrube</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;In der Zentralschweiz liegt das malerische Örtchen Oberwil. Viel hat Oberwil nicht zu bieten, deshalb ist es weitgehend unbekannt. Etwas oberhalb der Gemeinde liegt die grösste psychiatrische Klinik der Gegend. Deshalb spricht man regional von Oberwil, wenn man an Leute denkt, die meschugge sind. Nicht mit uns, muss sich die Gemeinde gedacht haben, wir sind doch nicht verrückt!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rund um den Zugersee ist Oberwil DAS Synonym für &amp;quot;die Klapse&amp;quot;. Jedes Kind versteht den Ausdruck. Der Albtraum jeder Marketingabteilung, hier ist er gegenwärtig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz klar, ein Image-Wechsel muss her, der Gemeinde zu liebe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Klinikleitung debattierte unzählige Stunden, bis - Heureka! - der neue Name feststand. Aus der Psychiatrischen Klinik Oberwil (PKO) wurde die Psychiatrische Klinik Zugersee (PKZ). Eine neue Corporate Identity wurde erstellt, die Sonne schien und alle waren glücklich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann fingen die Probleme an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es begann damit, dass zum jährlichen Werkstattverkauf niemand erschien, weil jeder glaubte, die neuen Plakate der Klinik Zugersee, seien Plakate einer neuen Klinik. Am Zugersee. Weil es die nicht gab, konnte die auch niemand finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles halb so wild, dachten auch die Angestellten der Klinik. Kennt man uns halt nicht mehr. Tut ja auch niemandem weh. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Witzig wurde es erst, als sich immer mehr empörte Kunden meldeten, weil sie sich masslos über den Namen ärgerten. Es hagelte Beschwerden über MitarbeiterInnen, die das Telefon beantworteten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sich herausstellt, melden sich die Angestellten am Telefon mit dem Kürzel der Klinik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo es also vorher hiess&lt;br /&gt;&lt;em&gt;PKO, Station X, Frau Muster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;hiess es neu&lt;br /&gt;&lt;em&gt;PKZ, Station X, Frau Muster&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unschuldige Worte, müsste man meinen. Schade nur, dass viele Anrufer das &amp;quot;P&amp;quot; zu Beginn nicht wirklich hörten.&lt;br /&gt;Es meldete sich nicht mehr die PKZ, sondern das &amp;quot;KZ&amp;quot;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hielten einige für einen ziemlich schlechten Witz. Einige Anrufer waren doch recht verdutzt.&lt;br /&gt;Aber was soll man machen? Kann ja nicht nochmals alles umbenennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So kommt es, dass man heute bei einem Anruf eine atemlos vorgetragene Ansprache hört:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Psychiatrische Klink Zugersee, Station X, Frau Muster&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da Klinikpersonal notorisch wenig zu tun und kaum Anrufe hat, darf der Spitalleitung nur gratuliert werden: &lt;br /&gt;Das ist richtig geiler Bullshit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre die Spitalleitung nicht schon dort, wäre man fast genötigt zu sagen:&lt;br /&gt;Ihr Spinner, ihr gehört doch alle nach Oberwil!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S.&lt;br /&gt;Diese Episode hörte ich aus zweiter Hand von einer Person die dort arbeitet. Ich habe keine weiteren Quellen.&lt;br /&gt;Doch wie heisst es so schön: &lt;a href=&quot;http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=Si+non+%C3%A8+vero%2C+%C3%A8+ben+trovato&amp;btnG=Suche&amp;meta=&quot;&gt;Si non è vero, è ben trovato&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 12 Feb 2008 16:31:34 +0100</pubDate>
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    <title>Pornos gegen Vergewaltigungen?</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/106-Pornos-gegen-Vergewaltigungen.html</link>
            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;p&gt;In den USA sorgt die rasante Abnahme von Vergewaltigungen für Diskussionsstoff. Sexuelle Gewalt hat in den letzten 25 Jahren um 85% (sic!) abgenommen. Einige Blogger verweisen darauf, dass sich im gleichen Zeitraum das Internet ausgebreitet und damit die Anzahl verfügbarer Pornographie rapide vervielfacht habe. Pornographie helfe Männern &amp;quot;Druck abzubauen&amp;quot;, wodurch sie sexuelle Gewalt nicht mehr interessiere. Das bestätigt Porno-User und bringt Konservative zur Weissglut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;220&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/rapechart.jpg&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Bei der Frage, ob die Ausbreitung von Pornographie sexuelle Gewalt eindämmt, wird etwas ganz wichtiges vergessen. Pornos sind nicht selten Aufnahmen von Vergewaltigungen. Prominentes Beispiel ist der vielzitierte Film &amp;quot;Deep Throat&amp;quot;, der 1972 in den Mainstream Einzug hielt:&lt;/p&gt;&lt;blockquote dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;MARGIN-RIGHT: 0px&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Linda, etwa 20 Jahre alt, hat sexuelle Probleme. Angeblich hatte sie noch nie einen Orgasmus. Auch ihre Freundin Helen kann nicht weiterhelfen und der von ihr für Linda organisierte Gruppensex befriedigt nur sie selbst. Daraufhin wird Linda zu Dr. Young geschickt, der mittels eines Fernrohrs feststellt, dass Linda keine Klitoris hat – zumindest nicht da, wo andere Frauen sie haben. Er findet den verschollenen Kitzler aber bald darauf in Lindas Kehle, woraufhin sie ihre Erfüllung per Oralsex sucht und auch findet.&lt;/em&gt;(&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Hauptdarstellerin Linda Boreman (aka Linda Lovelace) hat mehrmals Vergewaltigungen am Set durch ihren damaligen Ehemann Chuck Traynor beschrieben, der sie zur Heirat zwang.&lt;/p&gt;&lt;blockquote dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;MARGIN-RIGHT: 0px&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Meine Einführung in die Prostitution war eine Gruppen-Vergewaltigung durch fünf Männer, arrangiert von Mr. Traynor. Es war der Wendepunkt in meinem Leben. Er drohte mich mit der Pistole zu erschiessen, wenn ich nicht mitmachen würde. Ich hatte niemals zuvor Analsex und es riss mich auseinander. Sie behandelten mich wie eine Gummipuppe, sie hoben mich hoch, trugen mich hier hin, dorthin. Sie spreizten meine Beine nach Belieben, pressten ihre Dinger an und in mich, spielten &amp;quot;Reise nach Jerusalem&amp;quot; mit Teilen meines Körpers. Niemals zuvor war ich so ängstlich, geschändet und erniedrigt in meinem Leben. Ich fühlte mich wie Müll. Ich nahm an pornographischen Akten gegen meinen Willen teil, um nicht getötet zu werden...Das Leben meiner Familie war bedroht.&lt;/em&gt;(Linda - frei übersetzt von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&quot;&gt;http://en.wikipedia.org/wiki/Linda_Lovelace&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Nun gibt meines Wissens keine Zahlen zu Vergewaltigungen in der Porno-Industrie, vielleicht weil die Linie zwischen Vergewaltigung und &amp;quot;Arbeit&amp;quot; in diesem Business eine sehr dünne ist. Ich habe das Buch nicht zur Hand, aber in &amp;quot;Pornified&amp;quot; von Pamela Paul, wird diese Seite der Industrie anhand von Beispielen ausführlich beschrieben. Sex-Arbeit ist prekär und oftmals unmenschlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Davon ausgehend, kann man sich den Jubel ob dem Rückgang sexueller Gewalt sparen. Denn weder die Porno-Industrie, noch die Prostitution liefern Daten, die zum Interpretieren dieses Rückgangs nötig wären. Wichtige Fragen werden nicht gestellt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Ab wann ist Sex mit einer Prostituierten eine Vergewaltigung. Bzw. ab wann wird sie als solche statistisch erfasst?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Wieviel mehr Frauen arbeiten in der Zwischenzeit in der Sex-Industrie und wie ist ihre Situation dort?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Ist die Ausbreitung von Pornos ein Ausbreitung von Softcore oder Hardcore-Material?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Ist der Sexismus damit zurückgegangen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zumindest die letzte Frage muss eindeutig mit Nein beantwortet werden. Die Geschlechter-&amp;quot;Wissenschaft&amp;quot; feiert ein Revival. Die Auffassung von Mann und Frau als vermeintlich eindeutige Geschlechter, die sich gegensätzlich gegenüberstehen, ist weit verbreitet. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin kein Statistiker. Aber ich bin doch immer wieder überrascht, wie blind sich viele Menschen an Statistiken wagen, die ein komplexes Feld sind. Die Bullshit Alarm-Glocken müssten hier bei jedem Läuten. Wenn für den Sinkflug der einen Kurve der Steigflug der anderen hinhalten muss, könnte man nicht einfach die Kurve der Klimaerwärumg für alle sinkenden Kurven heranziehen? Vielleicht ist die Klimaerwärumg die Ursache weil.. Vergewaltigungen.. was weiss ich.. passieren weil Männer kalt haben?! Also bitte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist durchaus interessant, dass die sexuelle Gewalt in den USA rückläufig ist. Es macht Sinn, das zu Untersuchen. Ohne Sexismus-Diskussion ist die ganze Chose aber so sinnentleert wie Dialoge in Schmuddelfilmen. Wobei diese Dialoge wenigstens noch zum nächsten Akt überleiten.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 07 Jan 2008 15:03:20 +0100</pubDate>
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    <title>Verdammte Hippies!</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/105-Verdammte-Hippies!.html</link>
            <category>Fundgrube</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;300&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/Lichtaus.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;220&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Samstag sollen um Punkt 20 Uhr in Deutschland, Österreich und der Schweiz alle Lichter für 5 Minuten ausgeschaltet werden. Diese Aktion ist Pferdedung. Ich mein:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; WTF?! Das Leben wird nicht besser, die Erde nicht kühler, die Menschheit nicht klüger und der ganze Fuck nicht erträglicher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Strom wird produziert, ob ihn jemand braucht, oder nicht. Wird das Licht für 5 Minuten von sagen wir 1 Million Menschen ausgedreht, hat es ein Überangebot an Strom, der dann einfach billig verkauft wird. Mit diesem billigen Strom können z.B. Staudamm-Kraftwerke Wasser von unten nach oben Pumpen, um damit wieder teureren Strom zu produzieren. Das ist eine Art Investment.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;3.&lt;/strong&gt; Der ökologische Nutzen ist kaum vorhanden. Beim Einschalten braucht eine Glühbirne am meisten Strom und ihr Verschleiss ist am grössten. Dieser Effekt ist eigentlich zu vernachlässigen, doch: Die Masse machts.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Korrektur&lt;/strong&gt;: Bei den Kommentaren wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass dies nur bei Neonröhren zutrifft. Ich nehme diesen Punkt deswegen zurück..&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4.&lt;/strong&gt; Durch ein massives gleichzeitiges Aus- und Einschalten ist es denkbar, dass das europäische Stromnetz an Stabilität verliert. Wahrscheinlich passiert nichts. Wenn aber nur eine Region ausfallen würde, wären die ökologischen Folgen des Ausfalls (Einsatz von Generatoren, Unfälle, Wiederaufnahme der Versorgung) schnell gravierender als der Nutzen. Denn nochmals: Es bringt ja nichts.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5.&lt;/strong&gt; Warum am Samstag Abend um 8?? Wennschon am montag Morgen das Licht und am besten noch alle Geräte und Computer abschalten. Wir müssen nicht krüppeln und machen erst noch was fürs Klima. 8 Uhr Samstags scheint schlicht die Zeit zu sein an der es am wenigsten weh tut. Vor den Spielfilmen, dem Ausgang, aber nach dem Nachtessen. Niemand braucht Licht zu dieser Zeit, ausser dieser Niemand ist am kacken und zeitunglesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6.&lt;/strong&gt; Die Aktion ist von BILD, BUND, ProSieben, WWF,Google und Greenpeace. Fährt Google die Server runter? Hört Pro7 auf Müll zu senden? BILD und BUND Dreck zu drucken? Ne? Dann ist es nur eines: Ein Marketing-Anlass, damit die Leute noch mehr von den Initianten konsumieren, was wieder unökologisch ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Diese Aktion verdient einen Bullshit-Award, für massive Hippie Scheisse. &lt;br /&gt;Lasst uns für &amp;quot;Mutter Erde&amp;quot; trommeln und tanzen, das bringt bestimmt mehr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unzustand out!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 06 Dec 2007 11:40:21 +0100</pubDate>
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    <title>Arbeit ist für Gesunde</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/104-Arbeit-ist-fuer-Gesunde.html</link>
            <category>Arbeitswahn</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Westgate Resorts, der grösste private Arbeitgeber in Florida, liegt die Gesundheit seiner Arbeiter sehr am Herzen. So sehr, dass dicke sowie rauchende Mitarbeiter kurzerhand rausfliegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was Gewerkschaften in Europa dazu bringen würde, die bösen Bosse zu kreuzigen, ist in Amerika kein besonderes Ereignis und ausserdem legal. Das Gesetz gegen Diskriminierung schützt nämlich nur, was es explizit beschreibt. So kann niemand wegen des Alters, der Herkunft oder des Geschlechts entlassen werden. Von Rauchern und von Übergewichtigen steht da nichts, weshalb diese auch nicht geschützt sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Problem ist, dass solch eine Einstellung Schule machen könnte. Rauchen tötet, Übergewicht tötet. Warum nicht die Arbeiter zu einem gesunden Lebensstil zwingen, damit sie den Krankenversicherungen weniger kosten? Schon heute werden in Unternehmen Drogentests gemacht, auch wenn es die Arbeit nicht erfordert, nüchtern zu sein. &lt;/p&gt;&lt;div style=&quot;width: 288px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img width=&quot;288&quot; height=&quot;500&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/rauchen.jpg&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Rauch bei der Arbeit bleibt erlaubt, solange er ungeniessbar ist.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Die Message, die man zwischen den Zeilen mitgeteilt bekommt, ist die: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeit raubt dir den Schlaf, den letzten Nerv, deinen gesunden Rücken und dein Lachen. Sie sorgt dafür, dass du urplötzlich oder langsam siechend verreckst.&lt;br /&gt;Nur die Arbeit hat ein Monopol darauf, dich fertig zu machen. Denk noch nicht mal daran, dir eigenmächtig etwas anzutun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herzliches Beileid nach Florida. Und viel Glück den paar Angestellten von Westgate Resorts, die von einem Fernsehteam beim heimlichen Rauchen erwischt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;via&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.local6.com/news/14537611/detail.html&quot;&gt;http://www.local6.com/news/14537611/detail.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 12 Nov 2007 14:33:15 +0100</pubDate>
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    <title>Das Stubenhocker-Manifest</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/103-Das-Stubenhocker-Manifest.html</link>
            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;p&gt;Ein Gespenst geht um in Europa -  das Gespenst des nimmermüden Partygängers. Menschen aller Couleur verbünden sich zu einer homogenen Meute, mit dem gemeinsamen Ziel, die Woche, den Alltag, das Ganze und Falsche im hedonistischen Rausch zu ertränken. Das Gespenst verachtet Drückeberger und Langeweiler, Stubenhocker und Trübsalblaser. Wer Fragen stellt wird mit Verachtung bestraft. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wird Zeit für die Ghostbuster dieser Welt, sich gegen diesen Schein der Glückseligkeit zu vereinigen!&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;WIDTH: 300px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img height=&quot;203&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/BingeG_600x406.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Fight! For your right! To paaaaaarty!&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Discos und Bars sind das Mekka eines jeden halbwegs sozialen Wesens. Genau genommen ist es das Hardcore-Mekka. Denn einmal im Leben hingehen reicht nicht. Jedes Wochenende, vor jedem Feiertag und jedes Mal wenn jemand den Gedanken äussert, muss die Reise unternommen werden. Hinein ins Vergnügen, auf zur Lust, zur Freiheit oder besser: zum Einheitsbrei. Egal ob Grossstadt oder 1000-Seelen Kaff. Jeder muss weg, muss raus, muss irgendwohin. Ein Dogma, dem kein gesunder Mensch widersprechen sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte meinen, &amp;quot;Jedem das Seine&amp;quot; würde das Thema abhacken. Doch jeder, der es schon einmal gewagt hat, vor anderen auf sein Recht auf Party zu verzichten, weiss was passiert:&lt;br /&gt;Von ungläubigem Glotzen zu hasserfülltem Keifen zu mitleidigem Kopfschütteln fläzt es einem die ganze Palette menschlicher Abscheu entgegen. &amp;quot;Du Langeweiler!&amp;quot;, &amp;quot;Komm doch auch es wird super toll&amp;quot;, &amp;quot;Pfft, na dann bleib doch zuhause, du Loser&amp;quot; - Es gäbe hundert Beispiele.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es kommt einem Christusmord gleich, das Nachtleben als das zu Brandmarken was es in 99% der Fälle ist: Ödes Saufen bei viel zu lauter Musik mit Gestalten die rumhängen, weil sie eben immer rumhängen. Allzu Oft bleibt es bei langweiligen Gesprächen mit langweiligen Menschen. Wer hat schon was zu erzählen, nach einer Woche Arbeit? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man lacht in Ekstase mit Menschen, die man bei Tageslicht noch nicht mal um Feuer bitten würde. Es kommt zu Schlägereien und Randale - was zwar wirklich lustig sein kann - doch nie bleibt ein wirkliches Gefühl der Befriedigung. Es kann alles passieren. One-Night Stand, grosse Liebe, leuchtende Momente - doch letztlich bleibt nichts. Erinnerungen an die besten Abende gibt es nicht. &lt;em&gt;Wenn ich weiss wo ich bin war die Party scheisse&lt;/em&gt; rappt K.I.Z passend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es braucht keine sensible Seele, um zu verstehen, wieso alle den Rausch suchen. Zu finden gibt es trotzdem nichts. Flatrate-Partys sind nur die schwache Spitze eines einerlei gedimmten, reizlosen und langweiligen Lebens im grauen Kapitalismus. Keine Droge, kein Rausch der Welt kann das ändern. Es bleibt nur die Illusion.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die wirkliche Tragik des Zwangs rauszugehen, zu erleben, zu konsumieren ist die: Dadurch dass jedeR jedes Wochenende rausgeht, verliert das Erlebnis auf Piste an Wert. Es sind die Leute die jeden Samstag weggehen, die man gemeinhin antrifft, anstelle derer die einfach Lust hatten rauszugehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Sinne: Mögen die saufenden Rampensäue vor den langweiligen Stubenhockern zittern. Die Langeweiler haben nichts zu verlieren als das soziale Ansehen. Sie haben eine Welt voller intelligenter Abende mit wortgewandten Menschen zu gewinnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allen Trends zum Trotz gibt es einen Event, der mit erstaunlicher Kontinuität eine gehaltvolle Alternative zu öden Discobesuchen darstellt: Der &amp;quot;Jour Fixe&amp;quot; der Gruppe Eiszeit, jeden ersten Freitag im Monat in Zürich. Näheres dazu auf &lt;a href=&quot;http://www.eiszeit.tk/&quot;&gt;eiszeit.tk&lt;/a&gt; - Die Kritik in diesem Text wendet sich explizit NICHT an diesen wundervollen Anlass.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 08 Oct 2007 16:23:19 +0200</pubDate>
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    <title>Über Homosexuelle im Iran</title>
    <link>http://www.unzustand.net/archives/102-UEber-Homosexuelle-im-Iran.html</link>
            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Unzustand)</author>
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    &lt;p&gt;Ahmadinedschad hat an der Columbia University keine Liebe für Homosexuelle gezeigt. Im Iran, so der Präsident, gibt es keine. Einige Kommentatoren wiesen bissig darauf hin, dass alle Nicht-Heteros wohl einfach Tod sind. &lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;img style=&quot;BORDER-RIGHT: 0px; PADDING-RIGHT: 5px; BORDER-TOP: 0px; PADDING-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: 0px; BORDER-BOTTOM: 0px&quot; height=&quot;226&quot; src=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.serendipityThumb.gif&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://unzustand.net/uploads/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href=&quot;http://www.homanla.org/New/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.homanla.org/New/07.09.24.Outed-X.gif&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Auch wenn das den konservativen Iranern nur recht wäre, entspricht es schlicht nicht der Wahrheit. Es gibt ein Queer-Movement im Iran, dass unter grösster Gefahr für ihre Menschenrechte einsteht. Eine Dokumentation des amerikanischen Senders CBC porträtiert diese Bewegung. (Links am Ende des Beitrags)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Doku dauert insgesamt etwa 20 Minuten. Es treten Schwule vor die Kamera, die vergewaltigt, ausgepeitscht und misshandelt wurden. Es wird gezeigt, wie sich Schwule treffen und es kommen äusserst interessante Fakten zutage. So fördert der Iran doch tatsächlich Geschlechtsumwandlungen von Homosexuellen, welche die teure Operation über sich ergehen lassen, nur um legal zu lieben wen sie wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Menschen in der Doku werden unzensiert gezeigt, obwohl Sie dafür erschossen, gefoltert oder ausgepeitscht werden können. Wie der Sender am Ende Doku aber verspricht, geschah dies auf ausdrücklichen Wunsch der beteiligten Personen, die nicht länger schweigen wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hut ab vor diesen Menschen. Ich kann mir nicht vorstellen, diese Menge von Mut aufzubringen. &lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links zu zwei iranischen Queer Bewegungen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.irqo.net/&quot;&gt;http://www.irqo.net/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.homanla.org/&quot;&gt;http://www.homanla.org/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Doku:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Bei einigen Interviews ist die Qualität der Untertitel sehr schlecht. Der Kommentator erläutert aber immer die Aussagen)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/FAzMuHyg8Eg&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;/embed /&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/0QMcfSuJkMo&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;/embed /&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/zUZiMCsNNcQ&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; /&gt;&lt;/embed /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 26 Sep 2007 09:47:02 +0200</pubDate>
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